Wachsmoulagen


Wachsmoulagen sind lebensecht aussehende Nachbildungen erkrankter Körperteile, die über ein Gips- oder Silikonnegativ gegossenen werden. Die dreidimensionalen, völlig detailgetreuen Objekte in lebensgrösse bestehen aus einem Wachs-Harz-Gemisch und übertreffen auch heute noch jede bildliche Darstellung.

Im Museum sind gegen 600 der über 1800 Wachsfiguren aus der Zürcher Sammlung zu sehen. Sie gelten als die am besten erhaltenen und naturgetreuesten Moulagen weltweit

Die von Lotte Volger 1918 nach Zürich gebrachte Technik wurde bis heute von Hand zu Hand weitergegeben. 1979 lüftete Elsbeth Stoiber das Geheimnis um die Herstellung von Moulagen mit einer Tonbildschau. Die Zusammensetzung der Moulagenmasse blieb bis 1998 geheim.

Obwohl die Kunst der Moulagenherstellung durch die Jahre hindurch immer wieder beinahe verloren ging, schätzen wir uns heutzutage glücklich diese kustvollen Meisterwerke erhalten und bei Bedarf  auch neue Moulagen herstellen zu können.